Juneau
Das wichtigste im Leben, ist glücklich zu sein..

eine grafik

 

 

 

was nicht bedeutet, dass man nicht auch mal traurig, wütend oder enttäuscht sein darf. Das gehört genauso zum Leben.

Ich war vor einigen Wochen auf einem Festival, das den Namen "Happiness" trägt. Ironischer Weise war ich viele Jahre alles andere als "happy", nur habe ich das garnicht so realisiert. Es gehörte für mich zum Alltag niedergeschlagen, lustlos und traurig zu sein. Erst seit ein paar Monaten weiß ich wieder, wie es ist glücklich zu sein. Ich habe viele Jahre depressiv gelebt, ohne es wirklich zu merken, bis zu dem Tag, an dem ich zusätzlich an einer Zwangstörung erkrankt bin.

Zu mir, ich bin 22 Jahre alt und studiere mittlerweile ein paar Jährchen Biologie. Depressiv bin ich schon seit ich 14 Jahre alt bin, anfangs nur schwach, doch von Jahr zu Jahr wurde es schlimmer. Ich war ein offenes und gutgelauntes Kind, bis ich in die 7. Klasse im Gymnasium gekommen bin. Ich hatte immer Freunde und konnte mich nie beschweren, doch dann änderte sich mein Leben. Ich wurde zum Einzelgänger und habe mich mehr und mehr zurückgezogen, da ich mich unwohl gefühlt habe. Ich habe die Schuld an mir gesucht, dachte etwas muss falsch mit mir sein, dass ich ein furchtbarer Mensch sein muss. So begann der Teufelskreis. Die Gedanken haben sich in meinem Gehirn manifestiert und mich seitdem nicht mehr losgelassen. Ich hatte auch gute Zeiten seitdem, konnte sie aber immer nur begrenzt genießen, denn die zweifelnden und niedermachenden Gedanken kamen früher oder später zurück. Ich muss dazu sagen, ich leide an keiner klassischen Depression, sondern an depressiver Dysthemie. Diese Art der Depression ist geprägt durch sich abwechselnde Perioden von guter und schlechter Laune. Anders als bei einer biploaren Erkrankung, war ich in meinem "guten Zeiten" nicht übermäßig glücklich, sondern es war eher wie eine Verschnaufspause, bevor der Krieg mit mir wieder losging.

Ich habe diesen Blog eröffnet, da ich in den letzten Jahren, immer wieder vergeblichst im Internet nach Lösungen zu meinem Problem gesucht habe. Vermehrt vorallem, seit meine Zwangsstörung begonnen hat. Ich habe leider nie etwas hilfreiches gefunden, da viele Forusbeiträge abrupt aufhören, sobald diejenige Person eine Therpapie angefangen hat. 

Ich möchte Leuten meine Geschichte erzählen und denjenigen Mut machen, die ebenfalls an Depressionen oder einer Zwangsstörungen leiden.

29.7.16 17:41


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